Nationalpark Hunsrück eingeweiht!

Fulminante Eröffnung an Pfingsten – Über 20.000 Besucher!

Am Pfingstsamstag fand am Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf die offizielle Eröffnung des Nationalparks Hunsrück statt. Rund 850 PolitikerInnen, regionale Akteure und interessierte Einheimische sowie Gäste hatten sich bereits am Morgen auf den Weg gemacht, um an der Eröffnungsfeier im großen Festzelt teilzunehmen. Und es hat sich gelohnt: Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, gefolgt von einem gelungenen Fest und Markt. Diesem folgte ein Wochenende mit den verschiedensten Angeboten am Hunsrückhaus, am Wildfreigehege Wildenburg und am keltischen Ringwall im saarländischen Otzenhausen – schließlich ist es ein bundesländer-übergreifender Nationalpark! Stolz präsentierten sich die politischen Gründerväter und -Mütter des Nationalparks bei der Enthüllung des Gedenksteins.

Politische Gründerväter- und Mütter des Nationalparks Hunsrück (von links: Prof. Dr. Beate Jessel (Präsidentin BfN), Umweltminister Jost (SL), Landrat Udo Recktenwald, Freundeskreis-Sprecher Hans- Joachim Billert, MP A. Kramp-Karrenbauer (SL), Umweltministerin Hendricks, MP Malu Dreyer (RLP), Umweltministerin Uli Höfken (RLP), Wirtschaftsministerin Evelin Lemke (RLP), Dr. Harald Egidi (Leiter Nationalpark-Amt), Dr. Matthias Schneider (Landrat Kreis Birkenfeld), Siegfried Schuch (NABU RLP))

Politische Gründerväter- und Mütter des Nationalparks Hunsrück (von links: Prof. Dr. Beate Jessel (Präsidentin BfN), Umweltminister Jost (SL), Landrat Udo Recktenwald, Freundeskreis-Sprecher Hans- Joachim Billert, MP A. Kramp-Karrenbauer (SL), Umweltministerin Hendricks, MP Malu Dreyer (RLP), Umweltministerin Uli Höfken (RLP), Wirtschaftsministerin Evelin Lemke (RLP), Dr. Harald Egidi (Leiter Nationalpark-Amt), Dr. Matthias Schneider (Landrat Kreis Birkenfeld), Siegfried Schuch (NABU RLP))

Grenzübergreifend war auch, nach der Begrüßung durch die grüne Mainzer Umweltministerin Uli Höfken, der gemeinsame Gottesdienst evangelischer, katholischer, jüdischer und islamischer Geistlicher, umrahmt von den mitreißenden Liedern eines tollen Frauenchors aus der Region. Neben Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks waren es die Ministerpräsidentinnen von Rheinland-Pfalz (Malu Dreyer) und Saarland (A. Kremp-Karrenbauer) sowie die beiden Umweltminister/ innen, die grüne Mainzer Wirtschaftsministerin Eveline Lemke sowie die Landräte und VG-Bürgermeister, die sich und der Region zu diesem Erfolg gratulierten.

Großschutzgebiete schaffen Arbeitsplätze!

Umweltministerin Hendricks kam gerade aus dem Biosphärenreservat Pfälzer Wald-Nordvogesen, wo sie sich Projekte zum Naturschutz und zur nachhaltigen Regionalentwicklung angeschaut hatte. Diese zeigten, dass Biosphärenreservate und Nationalparke, die jährlich über 50 Mio. Besucher anziehen und so 70.000 Arbeitsplätze sichern, erheblich zur jeweiligen regionalen Wertschöpfung beitragen.

Daten dazu durfte ich (ak) bereits auf der ersten Info-Veranstaltung zu einem möglichen Nationalpark im Hochwald, im Dezember 2011 in der vollen Aula des FH-Umweltcampus Birkenfeld vortragen. Meine ersten Worte „Willkommen im neuen Nationalpark Hunsrück!“ – die damals mit einigem Murren des Auditoriums quittiert wurden und denen ein zeitweise erbitterter Widerstand der NP-Gegner folgte – haben sich ja nun bestätigt. Dafür habe ich mich auch auf der Birkenfelder Kreisbauernversammlung 2012, gemeinsam mit dem heutigen Leiter des Nationalpark-Forstamts, Dr. Harald Egidi, klar für den Nationalpark ausgesprochen und versucht, den z.T. berechtigten Bedenken der Landwirte entgegenzutreten. Viele dieser Bedenken konnten zwischenzeitlich mit guten Argumenten ausgeräumt werden.

Ein Dank an den Freundeskreis!

Nicht vergessen, aber auch nicht ausreichend erwähnt wurde bei der Eröffnung die Arbeit der Bürgerinitiative bzw. des heutigen Freundeskreises des Nationalparks, der in den Anfängen des dazu durchgeführten Landeswettbewerbs verschiedener Regionen in Rheinland-Pfalz, ab Herbst 2011, die Kommunalpolitik für diese Chance sensibilisiert und mobilisiert hat. Die BI bzw. der Freundeskreis haben dem Nationalpark den Boden bereitet, auch in den zahlreichen Sitzungen des Beteiligungsprozesses, den das Umweltministerium durchführen ließ. Die Hunsrücker Kommunalpolitiker haben dann, z.T. eng gemeinsam mit der BI/dem Freundeskreis, ebenfalls sehr dafür gearbeitet und um die Stimmen jedes Ortsgemeinderates gekämpft, um das Votum für den Nationalpark herbeizuführen. Nur so konnte man das Umweltministerium – und die Bevölkerung – sukzessive davon überzeugen, dass der Nationalpark in den Hochwald gehört, wo er nun auch erfolgreich und unter einem Zuspruch der Öffentlichkeit eröffnet wurde, der jede Erwartung übertroffen hat. Über 20.000 Besucher sollen es an den drei Pfingsttagen gewesen sein, so die Nahe-Zeitung, die an den verschiedenen Festen und thematischen Wanderungen teilgenommen haben. Damit wurde im Hunsrück fürwahr ein Stück Geschichte meiner alten Heimat, aber auch des Naturschutzes in Deutschland geschrieben. Weiterhin viel Erfolg, Nationalpark-Region Hunsrück!